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„Unser Tempel“

„Unser Tempel“

Freiberg (RS): Ende Mai 1985, kurz vor der Weihung des Tempels gingen bei der Tempelpräsidentschaft viele Grußbotschaften ein. An eine sei besonders erinnert, weil ihr ein Gedichtzyklus beigelegt war. In dem Schreiben von einem inzwischen verstorbenen Nichtmitglied heißt es:

„Dem Freiberger Leitungsgremium der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage aus Anlass und zu Ehren der Einweihung des neu errichteten Freiberg-Tempels in Glaube, liebe und Hoffnung überreicht durch Jesu Jünger Jonathan.

Bei dem großen Ereignis, das die Errichtung Ihres Freiberg-Tempels für unseren Freiberger Raum darstellt, wollte ich auch einen bescheidenen Beitrag leisten zur Verherrlichung dessen, dem wir Christen uns verschrieben haben und auf dessen baldige Wiederkunft wir hoffen. Mit meinen 78 Jahren stehe ich an der obersten Grenze meiner Erdenwallfahrt und auf der untersten Sprosse jener ,Jakobsleiter’, die zu Jesu führt. Aus diesem Grund lege ich auch keinerlei Wert mehr auf die Nennung meines bürgerlichen Namens. Mein mir selbst beigelegter Jüngername ,Jonathan’ mag diesen Gedichtzyklus begleiten.“

Der Gedichtzyklus zeigt, welchen Geist und welche Sichtweise der Bau des Freiberg-Tempels bei einem Teil der Freiberger Bevölkerung in der Mitte der 80er Jahre hervorbrachte. Nicht ohne Emotionen sprechen viele Freiberger heute von “unserem Tempel“.