Arbeiten wo andere Ferien machen…

Das frisch berufene Missionars Ehepaar Werner und Lilly Gysler

Winterthur(DW):“Arbeiten, wo andere Ferien machen.“ Diesen typischen Spruch werden Werner und Lilly Gysler wohl ab und zu hören während ihrer Mission im wunderschönen Thailand. Es ist nicht ihre erste Mission, doch damals, im Libanon, meinte wohl niemand sie gingen in die Ferien.

Lilly, die 40 Jahre lang katholisch war, wusste seit ihrer Bekehrung zum Evangelium Jesu Christi, dass sie später für dir Kirche auf Mission gehen möchte. Für sie ist dies der einzige Weg, wie sie dem Vater im Himmel für die Segnungen, die sie von ihm erhält etwas zurückgeben kann. Doch als sie die erste Missionsberufung erhalten hatte, war sie dann doch etwas überrascht. Was und wo der Libanon genau ist, war nicht ganz klar, aber sie hatte immer wieder von Bombenanschlägen aus dieser Region gehört. Doch die anfänglichen Ängste verflüchtigten sich, als ihr klar wurde, dass sie dort den wirklich Armen dieser Welt helfen konnte. Und tatsächlich mussten ihr Mann Werner und sie nie Angst haben, auch wenn sie in Regionen gereist sind, wo es keine Militär- oder Polizeipräsenz gab. Sie wussten, dass wenn der Himmlische Vater sie in dieses Land schickt, er sie dort auch beschützt. Deshalb haben sie auf dem Bewerbungsformular für ihre Mission nicht angegeben, wohin sie gesandt werden möchten. „Dass wir uns überhaupt kennenlernen konnten, war etwas Besonderes und wir sind sicher, dass der Vater im Himmel seine Hände im Spiel gehabt und deshalb wollten wir ihm auch nicht drein reden wohin wir gehen. Wir wussten, dass er eine Aufgabe für uns hat“, so Werner. Im Libanon haben sie überwiegend humanitäre Hilfe für die Armen geleistet und sie durften Wunder erleben. Denn wenn es an allem gefehlt hat, kamen von irgendwoher wieder Spenden, die Hilfe ermöglicht haben. Am stärksten in Erinnerung geblieben sind ihnen aber die Menschen, welche die Gyslers mit ihrem Glauben und ihrer Opferbereitschaft so tief beeindruckt haben. „Dieses Urvertrauen auf Gott, das haben wir vorher nie erlebt“, erzählt Lilly.

Was sie in Thailand genau erwartet, wissen sie nicht, doch auch dieses Mal vertrauen sie auf Gott. „Aus irgendeinem Grund brauche es sie dort und wenn sie dort sind, werden sie herausfinden warum. Nur mit einer Sache wird es wohl nicht klappen: Das Zurückzahlen für die empfangenen Segnungen funktioniert nicht, denn die Mission ist ein Segen für uns. Man kann Gott gar nichts zurückgeben, er gibt immer so viel mehr,“ davon sind die beiden überzeugt.