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Den Tempel wieder blank geputzt

Den Tempel wieder blank geputzt

Ein besonderes Dienstprojekt der Dresdner Jugend
Eva-Maria Bartsch, Redakteurin der Regionalen Umschau


Dresden: Am 12. August 2016 wurde der baulich erweiterte Tempel in Freiberg für die Bevölkerung zur Besichtigung geöffnet. Diese Gelegenheit wollten die Jugendlichen der Dresdner Gemeinden 1 und 2 nutzen, um sich an der Arbeit, die dort notwendig war, zu beteiligen. Um 18.00 Uhr sollte ihr Dienst beginnen. 

Dresden

Es war Freitag, der erste Tag der „Offenen Tür“ und es regnete.  Also kamen am Abend nicht mehr so viele Besucher, denen die Schuhüberzieher an- und ausgezogen werden mussten. Zur Freude der Jugendlichen wurde ihnen dadurch selbst eine Führung ermöglicht. Geteilt in zwei Gruppen gingen sie andächtig staunend durch die herrlichen Räume. Den Taufraum kannten die meisten schon von den Taufsessionen, als der Tempel noch nicht umgebaut war. An den Gesichtern war ihre Begeisterung zu erkennen, während sie die anderen heiligen Bereiche durchschritten.  

Der Höhepunkt des Abends war dann das eigentliche Dienstprojekt. Als die Besuchszeit zu Ende war, wurde der Tempel gereinigt. Bei dieser Arbeit durften die Jugendlichen mitwirken. Nach der Einweisung, wie sorgfältig die Reinigung durchgeführt werden musste,  ging es ans Werk. Die wertvollen und wunderschönen Bilder, die Wände, das empfindliche Holz und die Blattgoldverzierungen wurden vorsichtig entstaubt. Fingerabdrücke mussten entfernt werden, damit am nächsten Tag der Tempel wieder blank geputzt und kein Stäubchen zu sehen war. 
Jeder nahm seine Aufgabe begeistert an und versuchte nichts zu übersehen.  „Ich habe die Jugendlichen noch nie mit so einer Begeisterung putzen gesehen. Es lag wohl daran, dass sie dabei die Gelegenheit hatten, den Tempel und seiner Schönheit noch intensiver auf sich wirken zu lassen.“, sagte die Ratgeberin der Jungen Damen-Leitung, Selina Schulze.  


Das einmalige Erlebnis wirkte auf die Jugendlichen und ihre Begleiter noch nach, als sie in der Tempelherberge übernachten konnten. Das „Gute-Nacht-Gespräch“ drehte sich nur um die Schönheit der heiligen Stätte.

Am Samstag begann der Tag mit dem gemeinsamen Morgenstudium am Tempelplatz. Die Sonne ging auf und ließ den Tempel im Morgenlicht erstrahlen. „Hier spürt man so richtig, dass es ein heiliger Ort ist. Wie herrlich wird der Tempel erst sein, wenn er wieder geweiht ist und Christus einziehen kann.“, meinte Lucienne.

Nach dem Frühstück gingen die Jugendlichen in eine Freiberger Turnhalle, um für die „Kulturelle Festveranstaltung“ am 3. September in Dresden zu proben. Jugendliche aus den Ländern, die dem Freiberger Tempel zugeordnet sind, werden das Programm gestalten.