Hauptnavigation überspringen

Der Geist der Weihnacht

BOUTOILLE-Patrick
Elder Patrick Boutoille Gebietssiebziger, Frankreich

Ist die Weihnachtszeit nicht einfach herrlich?

Einem jeden scheint das Herz weicher zu werden und die Güte wird uns wichtiger. In dieser Zeit nehmen wir uns mehr Zeit für unsere Familie, unsere Eltern und Freunde und zeigen ihnen, dass wir sie lieb haben.

Im Allgemeinen ist die Welt auch sehr mit Geschenken, guten Mahlzeiten und diversen Einladungen beschäftigt. Und wenn wir nicht achtgeben, kann dies auch für uns zu Weihnachten das Allerwichtigste sein.

Als Nachfolger Christi müssen wir aber auf das achten, was den wahren Geist der Weihnacht ausmacht.

Mir gefällt Präsident Howard W. Hunters Aufforderung sehr gut: „Wenn Sie den wahren Geist der Weihnacht entdecken und an seinem erquickenden Gefühl teilhaben wollen, habe ich einen Vorschlag für Sie: Nehmen Sie sich in der Hektik dieser Weihnachtszeit die Zeit, Ihr Herz Gott zuzuwenden. Knien Sie in einer stillen Stunde und an einem stillen Ort nieder und danken Sie – allein oder gemeinsam mit Ihren Lieben – für das Gute, was Ihnen zuteilgeworden ist, und bitten Sie, dass sein Geist in Ihnen wohnen möge, während Sie ernsthaft danach streben, ihm zu dienen und seine Gebote zu halten. Er wird Sie an der Hand nehmen, und seine Verheißungen gehen in Erfüllung.“1

Diese Aufforderung sollte uns dazu veranlassen, uns über die Art und Weise Gedanken zu machen, wie wir am Ende dieses Jahres alles vorbereiten wollen.

Ich kann mich an Weihnachten in meiner Kindheit erinnern. Es war immer schlicht und fröhlich und sehr auf die Familie ausgerichtet.

Ich erinnere mich auch daran, dass mein erstes Weihnachten während meiner Missionszeit in England mich tief bewegt hat. Mein schwedischer Mitarbeiter, Elder Nilsson, und ich beschlossen, uns diesen Abend dafür vorzubehalten, unseren Mitmenschen Gutes zu tun. An Heiligabend besuchten wir ein Mitglied der Kirche im Krankenhaus. Wir versuchten, traurigen Menschen auf der Straße eine Freude zu machen und Menschen, die nur wenig Beachtung fanden, ein kleines Geschenk zukommen zu lassen.

Wir klingelten an der Tür und versteckten uns dann, um das frohe Gesicht derer zu sehen, die die Tür aufmachten. Das erfüllte uns mit Dankbarkeit. Es war ein kalter Abend, doch im Herzen war uns ganz warm …

Später wollten meine Frau und ich eine Weihnachtstradition einführen:

An Heiligabend bereiten wir jetzt gern mit unseren Kindern und auch den Missionaren, wenn sie Zeit haben, Plätzchen, Schokolade und andere Naschereien vor. Wir singen Weihnachtslieder in mehreren Stimmen und planen dann, wie wir den weiteren Abend verbringen wollen. Dann besuchen wir Mitglieder der Kirche und Nachbarn, und während wir ihnen die Süßigkeiten überreichen, singen wir die schönen Weihnachtsmelodien mit ihren bewegenden Worten.

Vor einigen Jahren besuchten wir eine Bekannte meiner Frau, deren Gesundheitszustand sich unabwendbar verschlechterte. Ich kannte sie noch nicht, aber als wir mit unserem Gesang begannen, sah ich, wie ihr Gesicht sich erhellte, und ich konnte erkennen, wie sie sich trotz ihrer schweren Lage einen Augenblick lang freute. Tränen der Dankbarkeit liefen ihr über die Wangen.

Diese heiligen Momente, die wir als Familie erleben durften, helfen uns, an die Worte Jesajas zu denken:

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“2

„Mögen wir mit kleinen Gesten der Freundlichkeit, der Nächstenliebe und des Mitgefühls die Welt mit dem Licht seiner Liebe und mit heilender Macht erfüllen.“3

Ich bezeuge, dass Jesus der Messias ist. Er ist der Erretter aller Menschen. Seine Liebe zu uns ist unermesslich.

Ich bete darum, dass wir alle Pläne machen und Vorbereitungen treffen, den wahren Geist der Weihnacht zu verspüren.

Anmerkungen

2. Jesaja 9:5.