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Eindrücke meiner Mission in Tschechien

Eindrücke meiner Mission in Tschechien

Hebe dein Herz empor und freue dich, denn die Stunde deiner Mission ist gekommen; und deine Zunge wird gelöst werden, und du sollst dieser Generation frohe Nachricht von grosser Freude verkünden.LuB 31:3

Hebe dein Herz empor und freue dich, denn die Stunde deiner Mission ist gekommen; und deine Zunge wird gelöst werden, und du sollst dieser Generation frohe Nachricht von grosser Freude verkünden.LuB 31:3

Ich wollte nicht immer auf Mission gehen.Dank grossartigen Vorbildern und einschneidenden Erlebnissen entschied ich mich schlussendlich doch auf Mission zu gehen. Ich freute mich riesig, als ich berufen wurde im Land meiner Ahnen, der Tschechischen Republik, zu dienen. Im MTC merkte ich, dass eine Mission auch wirklich hart sein kann. Meine Muttersprache ist Deutsch und jetzt musste ich Tschechisch durch Englisch zu lernen. Das war für mich wie barfuss durchs Feuer zu gehen. Ich kam an meine Grenzen, bis zu dem Punkt, da ich nur noch nach Hause wollte.Rückblickend kann ich jedoch sagen: Je härter die Zeit auf Mission war, desto mehr spürte ich die Hilfe des Herrn. Schritt für Schritt lernte ich mehr dazu und machte Fortschritte.

In der Tschechischen Republik zu dienen war für mich eine der schönsten und härtesten Erfahrungen meines Lebens. Ein vom Kommunismus und zwei Weltkriegen geprägtes Volk machte unsere Arbeit nicht leicht. Viele Menschen haben eine starke Abneigung Religionen und grossen Gemeinschaften gegenüber und dies liessen sie uns Missionare offen und direkt wissen. Noch nie in meinem Leben fühlte ich mich so alleine, hilflos, verachtet und verfolgt von der Gesellschaft. Dabei lernte ich etwas Interessantes, und zwar, dass es auch unserem Erlöser so erging, während er „nur“ versuchte Gutes zu tun und zu lehren. Und dies wiederum trieb mich an, trotz allen Schwierigkeiten, weiterhin mein Bestes zu geben. Und als ich mich und mein Leiden vergass und mich komplett auf meine Mitmenschen fokussierte, wie dies auch Jesus tat, erfüllte mich eine neue Freude, eine sprudelnde Energiequelle. Fürwahr so etwas hatte ich noch nie zuvor in meinem Leben verspürt. Seit dieser Erkenntnis bin ich ein neuer Mensch geworden.

Die Kirche in Tschechien ist stark, jedoch eher klein. Unsere Mission hatte das grosse Ziel, einen Pfahl gründen zu können. Genau vier Monate nach meiner Missionszeit, hatte ich das Vorrecht die Pfahlgründung des Tschechien Prag Pfahles in Prag persönlich mitzuerleben. Das Wiedersehen mit meinem Missionspräsidenten und vielen anderen Missionaren und Mitgliedern war unglaublich schön. Während der Konferenz durchströmten mich unbeschreiblich starke Gefühle der Freude und Dankbarkeit. Tief in meinem Herzen erhielt ich einmal mehr die Bestätigung, dass Jesus lebt und seine Kirche hier auf Erden führt und vor allem, dass er uns alle liebt.