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Genealogie Workshop der FHV, Gemeinde Wettingen

Genealogie in der Gemeinde Winterthur

Wettingen(DW): Am 25. Januar 2018, Donnerstagabend, hatte die FHV der Gemeinde Wettingen zu einer besonderen Aktivität eingeladen. Unter der fachkundigen Leitung von Therese Leuzinger wurden die interessierten Schwestern motiviert, mehr Kenntnisse in der Ahnenforschung zu erlangen und über die Vorgehensweise bei der Genealogiearbeit belehrt zu werden. Zu diesem Zweck erhielten sie Anweisungen und diverse Unterlagen. An der Tafel hing ein grosses Plakat mit einem Ahnen-Rad von 9 Generationen der Familien Kamber und Leuzinger, eine beeindruckende Arbeit.

Zuerst wurde die Frage nach der Art und Weise des Suchens von Namen Verstorbener behandelt. Die Schwestern erfuhren, dass in der Schweiz, bis in das Jahr 1875 zurück, im Zivilstandsamt nachgefragt werden kann und dass ein Recht besteht, die Namen von eigenen Vorfahren zu erhalten, trotz Datenschutz.  

Werden Angaben gesucht, die weiter zurückliegen, wird die Suche nach Namen in den Kirchenbüchern aufgenommen. Sie sind in den Gemeinden oder im Staatsarchiv des jeweiligen Kantons vorhanden. In der Schweiz ist der Heimatort massgebend, in anderen Ländern der Geburtsort. Um diese Herausforderung zu bewältigen und sich in den alten Büchern zurecht zu finden, muss man sich mit der alten deutschen Schrift befassen. Mittels eines unterhaltsamen Memory-Spiels und eines Fragebogens, wurde dies geübt. 

Auch junge Schwestern begeistern sich für die Genealogie Nicole Bader
Auch junge Schwestern begeistern sich für die Genealogie

Die Kursteilnehmerinnen erhielten auch Hinweise auf die römischen Zahlen und lateinische Wörter, die in solchen Urkunden oft vorkommen. Auch die frühere Bezeichnung der Monate wurde erklärt und eine mehrseitige Wörterliste wurde abgegeben. Auf der Liste war viel Interessantes angegeben. Früher hiess Hebamme, „Obstetrix“ und Zwillinge waren „Gemellli“. 

„Obiit“ heisst, er oder sie starb und „vidua“ bedeutet Witwe.  „Hornung“ heisst Februar und „Brachmonat“ Juni. Noch viel mehr Wissenswertes war auf der Liste zu finden.

Früher mussten Genealogie-Interessierte an die Orte reisen, wo die alten Bücher aufbewahrt wurden. Heutzutage findet man viele Angaben im Internet. Auch auf die Nutzung des Programms „Family Search“ wurde hingewiesen. „Die Kirche hat eine der grössten Sammlungen von alten Daten und bevor mit der Forschung nach Vorfahren begonnen wird, schaut man am besten unter www.familysearch.org nach, ob jemand diese Linie schon erforscht hat“, lautete der Rat der Referentin. 

Der äusserst lehrreiche Abend wurde mit Getränken, Gemüsesticks und einem feinen Weizenkuchen abgeschlossen. 

Die Teilnehmerinnen gingen mit dem Vorsatz nach Hause, vermehrt an ihre Ahnen zu denken und etwas für sie zu tun, gemäss der Aufforderung in den Heiligen Schriften.