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Im Kampf an seiner Seite

Im Kampf an seiner Seite

Da war ich nun. Auf Mission in einem fremden Land. 2000 Kilometer von zu Hause entfernt. Eine andere Kultur, eine andere Sprache. Grosse Verantwortung und viel Arbeit. Vor mir lag die Herausforderung, die Menschen zu verstehen und ihnen geistlich zu dienen. Nach ein paar Wochen in der Ukraine fing ich langsam an, mich an alles zu gewöhnen. Anfangs versuchte ich, mich mit Händen, Füssen oder Zeichnungen zu verständigen. Später dann natürlich in Russisch, bei dem mir viele geholfen haben. Was das ukrainische Volk betrifft, ist es schwer in Worte zu fassen, wie viel Leid diese Menschen dort schon erlebt haben. Dennoch sah ich in ihren Augen eine unglaubliche Stärke, einen einzigartigen Überlebensinstinkt und einen starken Drang nach Freiheit.

Die Ukrainer sind Kämpfer. Bald schon hatte uns die Realität der Revolution und des Krieges im Osten eingeholt. Das war eine Zeit mit viel Beten, Fasten, Selbstreflexion und Fragen wie: Wo stehe ich geistig? Vertraue ich dem Herrn? Wird er die Menschen beschützen? - Nach kurzer Zeit schon bemerkte ich, wie machtvoll der Herr auf unserer Seite stand. Ich spürte dies jeden Tag und empfand es als ein grosses Vorrecht, seinem Ruf zu folgen. Zudem brachte dies nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Menschen Hoffnung und inneren Frieden.

Davon gab ich jeden Tag Zeugnis - auf der Strasse und im Heim von vielen Familien. Manchmal schien es, als kämpfte ich mit meinen Mitarbeitern um jeden Meter. Gleichzeitig liess mich der Herr aber auch spüren, wie sehr er diese Familien liebt. Das gab mir viel Trost, Kraft und Zuversicht. In dieser stürmischen Zeit klang die Botschaft seines wiederhergestellten Reiches für mich oft wie ein machtvoller Schlachtruf. Wie heute noch.