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Bringen wir unseren Mitmenschen die Segnungen der Weihnachtszeit

Bringen wir unseren Mitmenschen die Segnungen der Weihnachtszeit und erfüllen wir unsere Pflicht, andere einzuladen

Botschaft der Gebietsführerschaft

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Von Christopher Charles
Gebietssiebziger


Gebietssiebziger
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Meine schönsten Erinnerungen an Weihnachten stammen aus der Zeit, als ich als jüngster von vier Söhnen mit Mutter, Vater, meinen Brüdern und ihren Frauen zusammen war. Ich war damals als Einziger in meiner Familie noch unverheiratet.

Ich weiß noch, wie wir miteinander schwatzten, uns auf den Arm nahmen, lachten und Spiele machten und dass es leckere zyprische Gerichte gab – gefüllte Weinblätter mochte ich am liebsten! Doch ich kann mich nicht entsinnen, dass wir einmal über die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes nachdachten.



Natürlich ist jetzt, wo wir das wahre Evangelium haben, alles anders. Meine beiden Töchter sind erwachsen und selber verheiratet, aber immer noch ist es am schönsten, wenn einfach alle gemeinsam am Tisch sitzen.

Und so nutzen auch viele andere Menschen Weihnachten als Gelegenheit, liebevolle Bande mit der Familie zu erneuern. Versuche, dieser Jahreszeit einen weltlichen Anstrich zu geben, können diesem Verlangen nach Gemeinsamkeit offenbar nichts anhaben.

Meine Frau und ich waren von 2009 bis 2012 in der Griechenland-Mission Athen tätig. Nur zu oft hatten wir das Bedürfnis, unseren Mitmenschen noch besser zu dienen. Diese Empfindungen mündeten in den Entschluss, unsere Pläne für Weihnachten zu ändern. Statt uns auszuruhen und zu entspannen, beschlossen wir, mit allen Missionaren gemeinsam den Mitgliedern und den Freunden der Kirche in Athen zu helfen, indem wir ihnen in einer Zeit schwerer wirtschaftlicher Umwälzungen in Griechenland etwas zu essen gaben und ihnen eine Menge Zuneigung entgegenbrachten, die sie so sehr benötigten – denn nur wenn wir unseren Mitmenschen dienen, dienen wir ja Gott (siehe Mosia 2:17).Es war rührend, wie liebevoll die Missionare sich bemühten und selbst nichts aßen, ehe alle anderen genug hatten.





Als ich zwischen den Mitgliedern umherging, sagten sie mir, dass ihnen nicht das Essen wichtig sei, sondern die Tatsache, dass sie sich geliebt fühlten.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht aus. Während der Veranstaltung ging ich einmal die Treppe hinunter und sah, wie eine Frau mittleren Alters durch die Glastür in die Eingangshalle spähte. Ich lud sie zu uns ein. Anfangs lehnte sie ab, aber nach ein paar aufmunternden Worten kam sie herein und genoss innerhalb weniger Minuten wie die alteingesessenen Mitglieder das Essen und die Festivitäten. Es war einfach herzergreifend!



Noch mehr waren wir begeistert, als wir ein Jahr später einen Auftrag in Griechenland hatten und sie am Sonntag wieder da war. Dazu hatte es nichts weiter als eines einfachen Lächelns und einer Einladung bedurft!

Wir können und dürfen wirklich niemanden an uns vorübergehen lassen, ohne ihn einzuladen. Die Antwort kann nur ja, nein oder vielleicht lauten – aber was, wenn jemand Ja sagt? Was, wenn so ein kostbarer Edelstein unseres himmlischen Vaters tatsächlich Ja sagt? Wir helfen anderen, die Tür zur Ewigkeit aufzustoßen; wie groß wird unsere Freude mit ihnen in unseres Vaters Reich sein!

Diese Jahreszeit ist die beste, wenn man andere einladen möchte, zu Christus zu kommen, weil viele Leute gerne Weihnachtslieder hören oder eine Weihnachtsfeier besuchen, aber nur ungern an einem offiziellen Gottesdienst teilnehmen.

Als Kind saß ich mit meinem irdischen Vater an einem Tisch, als erwachsener Mann sitze ich mit meiner Familie an einem Tisch. Lassen wir doch andere am Tisch unseres himmlischen Vaters bei uns sitzen! Ich gebe Zeugnis vom Vater im Himmel und von seinem Sohn, die sich nur wünschen, dass wir alle zu ihrem Festmahl kommen.

Möge dieser Artikel unser Herz berühren und der Heilige Geist uns zum Handeln bewegen, auf dass wir anderen unzählige Weihnachtsfeste im Evangelium bescheren.