Hauptnavigation überspringen

Wer Herzen sät wird Herzen ernten - Fireside in Bonstetten

Wer Herzen sät wird Herzen ernten - aufrüttelnde Genealogie-Fireside in Bonstetten

Bonstetten: Gut 140 Personen fanden sich am 31. August 2014 im Gemeindehaus Bonstetten ein, um der Genealogie-Fireside „Wer Herzen sät wird Herzen ernten“ mit Schwester Astrid Wiechmann aus Bremen, Deutschland, beizuwohnen. Die meisten Besucher gehörten dem Pfahl St. Gallen an, doch nahmen auch Mitglieder aus den Pfählen Zürich und Bern an der Fireside teil.

Bonstetten

Es schien, als fackelte Schwester Wiechmann nicht lange und steuerte sogleich auf viele ihrer tiefgreifenden Erfahrungen und Erkenntnisse in Bezug auf die genealogische Arbeit zu. Sie nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch das Leben des verstorbenen Pfarrers Joseph Kurz, der über ihren vierfachen Urgrossvater verwandt ist mit ihr, auf den sie aber nur dank einer alten Chronik gestossen war, auf die Joseph Kurz sie aus der Geisterwelt aufmerksam gemacht hatte. Nachdem Schwester Wiechmann vor vielen Jahren das Erlösungswerk für ihn getan hatte, verspürte sie, dass sie mehr für ihn tun musste, damit er in der Geisterwelt nicht ganz alleine dastünde. Und so erforschte sie viele weitere Anverwandte von ihm – und ihr –, deren Gesamtzahl mittlerweile Siebzigtausend überschreitet. Dies aber ist nicht alles: Laufend werden weitere Familienmitglieder gefunden, die dieser umfangreichen Ahnentafel zugefügt werden – an dem ihnen zugedachten, rechtmässigen Platz.


Joseph Kurz, 1861-1899
20140914_GenealogieFireside-JosephKurz.jpg

Wunder über Wunder stellte sich ein, damit vorhandene Lücken geschlossen und weitere Linien ausfindig gemacht werden konnten. Beeindruckend z. B., wie Joseph Kurz von sich aus eine Ahnentafel zusammenstellte, wie aber im Jahre 1955 der zweite Band der Kirchenbücher, auf die er sich bei dieser Arbeit gestützt hatte, verlorenging. Aufgrund des nun klaffenden Lochs zwischen dem ersten und dem dritten Kirchenband ist es den heutigen Nachkommen nicht mehr möglich, eine sichere Verbindung der Vorfahren aus dem dritten Band zu jenen aus dem ersten Band herzustellen. Weil aber Joseph Kurz den zweiten Band noch zur Verfügung hatte, als er seine Ahnentafel zusammenstellte, konnte Schwester Wiechmann die richtige Zuordnung vornehmen und noch viele weitere Verwandte ausfindig machen. Wie aber wusste sie überhaupt von den Aufzeichnungen Josephs? Der Geist hatte sie es wissen lassen und ihr dabei das Innere eines alten Pfarramtes gezeigt. Nach vielem Nachforschen gelang es Schwester Wiechmann tatsächlich, einen Nachfahren des Bruders von Joseph Kurz zu finden, der selbst etwas Genealogie betreibt und im Besitze der Ahnentafel Josephs ist. Merkwürdig nur, dass der Nachfahre nicht eruieren kann, woher die Ahnentafel gekommen war. Sie hätte sich eines Tages plötzlich auf dem Familienstammbuch befunden: „Wir wissen ganz genau, dass wir sie vorher nicht hatten. Wir haben keine Ahnung, wo und wie sie auf einmal hergekommen ist.“ Wie sich später herausstellte, hatte Joseph Kurz diese – für lange Zeit verschollene – Ahnentafel in jenem Pfarramt angefertigt, das Schwester Wiechmann durch den Geist gezeigt worden war, als er ihr mitteilte, Joseph „habe Aufzeichnungen hinterlassen, die jetzt bei einem Verwandten von ihm seien.“

jetzt

Über die Jahre hat sich zwischen Schwester Wiechmann und Joseph eine Zusammenarbeit ergeben, die sich auf beiden Seiten des Schleiers zum Wohle vieler Menschen segensreich auswirkt und von tiefer Freundschaft geprägt ist. Schwester Wiechmann führte hierzu zahlreiche beeindruckende Beispiele an, auf die ich aufgrund ihrer Heiligkeit in diesem Bericht aber nicht näher eingehen möchte. Es wurde jedenfalls offensichtlich, dass da ein grosses seelsorgerisches Werk im Gange ist und dass der Schleier zwischen hier und der Geisterwelt vielfach dünner ist, als wir es gemeinhin annehmen oder für möglich halten.  

Schwester Wiechmann scheute nicht davor zurück, die Anwesenden an ihre Pflicht gegenüber ihren Vorfahren zu erinnern und sie aufzurütteln, jetzt mit der Suche nach ihnen zu beginnen. Wie im Falle von ihr und Joseph sei wohl in so mancher Familie von langer Hand etwas vorbereitet worden, das darauf warte, von einem wissbegierigen und pflichterfüllten Nachfahren entdeckt und für die erlösenden Handlungen im Tempel bereitgemacht zu werden.

jetzt

Sorgfältig ausgesuchte geistliche Musik vor und nach den drei Teilen, in die sich die Fireside gliederte, gab den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, über das Gesagte nachzudenken und es im tiefsten Inneren zu verarbeiten. Sie gab der Andacht einen würdigen, feierlichen Rahmen und bereitete den Weg, dass der Geist sich noch mächtiger über die Anwesenden ausgiessen konnte. Davon gaben viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zeugnis, mit denen man in der Pause oder am Ende der Fireside sprach.

Für die dreiviertelstündige Pause hatten die FHV-Schwestern der Gemeinde Bonstetten ein leckeres und gesundes Buffet zubereitet – nicht nur fürs Auge eine Wonne, sondern auch für den Gaumen eine Freude. Allerart Gemüse- und Obsthäppchen konnten verzehrt werden, und auch die Liebhaber von Dessertspeisen kamen nicht zu kurz; allerdings nicht – wie so oft – im Übermass, sondern gerade richtig portioniert.

Bruder Markus Gappmaier aus der Gemeinde Burgdorf fasste den genealogischen Nachmittag wie folgt zusammen: „Vielen Dank für den sehr wertvollen Genealogie-Event bei euch! Nicht nur Inhalt und Rahmen waren besonders, sondern auch Details wie die Buffet-Bestandteile: alles gesund und gut. Vorbildlich! Vielen Dank für diese ‚Rund-Um-Achtsamkeit‘ im Dienst.