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Wiennale 2016

Wiennale 2016

Wien: Es begann an einem relativ warmen Freitagabend, den 13. Mai 2016. Um die 150 junge alleinstehende erwachsene Mitglieder der Kirche, pilgerten aus allen Ecken Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, und sogar aus England und Dänemark in die Weltstadt Wien. Anhand von Studien gilt Wien als die Stadt mit der weltweit besten Lebensqualität (Stand 2016). Ob die Metropole dem vorauseilenden Ruf auch aus der Sicht der Jungen Erwachsenen gerecht werden konnte, galt es im Rahmen dieser „Wiennale“ zu beweisen.

Wien:

Knapp einen Monat vor Tagungsbeginn war die Anzahl der Anmeldungen eher bescheiden. Angesichts dieser Tatsache sah es schon so aus, als müssten sich die Organisatoren mit fünf Broten und zwei Fischen begnügen, doch wie durch ein Wunder vermehrten sich die Anmeldungen und der Andrang, und die Popularität des Events wurde immer größer. Letztendlich wurde sogar das “Heimspiel” für die Österreicher zu einem „Auswärtsspiel”, das sie zur Minderheit auf dem eigenen Parkett werden ließ.

Durch die hervorragende Organisation und Vorbereitung von Naemi Mauch und Daniel Schäffner wurde ein Rahmen geschaffen, der sämtliche Aufgebote an Aktivitäten und Events bot, bei denen jeder auf seine Kosten kam. Ganz oben auf der Prioritätenliste stand der Tanzabend am Freitagabend, Sport am Samstagmorgen und der Besuch diverser Musicals wie „Anatevka” und „Ich war noch niemals in New York” an der Volksoper.

Ein weiteres Highlight waren „Escape the Room”-Aktivitäten, bei dem bis zu sechs TeilnehmerInnen in einen Raum gesperrt wurden und Rätsel lösen mussten, um aus dem Raum auszubrechen und so die Freiheit wieder zu erlangen. Nebenbei erwähnt, birgt dies auch eine starke Symbolik zu unserem Erdenleben und der Notwendigkeit zusammenzuarbeiten, um letztendlich dem geistigen Tod zu entkommen. Daher ist Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung in der Kirche Jesu Christi auch so bedeutungsvoll für das Erdenleben.

Weiters wurde auch Lasertag, Dialog im Dunkeln und Völkerball am Samstag angeboten. Am Abend dann ging es zum gemeinsamen Eisessen, wobei die ausgepowerten Jungen Erwachsenen ihren Gaumen etwas abkühlen und mit rekordverdächtigen Geschmacksvariationen verwöhnen konnten. In der romantischen Abendstimmung ergaben sich ungezwungene Gespräche, in denen sich Männer und Frauen in Rechtschaffenheit besser kennenlernen konnten.

Trotz der großen Diskrepanz in den Erwartungshaltungen aller Teilnehmer war definitiv für jedes Individuum ein Bereich dabei, der den jeweiligen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht wurde. Viele erhofften sich, einen Partner für die Ewigkeit zu finden, andere wollten Freunde treffen, das Kulturangebot der Stadt erkunden oder einfach nur Spaß haben und neue Leute kennen lernen.

Der Tisch wurde von Eva Kemendics und Astrid Mauch und vielen HelferInnen immer so reichlich gedeckt, dass sogar 5000 gespeist hätten werden können. Daher war auch der Körper entsprechend gestärkt, dass nur noch der Geist seiner Nahrung bedurfte. Diese geistige Nahrung wurde als Hauptgericht am Sonntagvormittag in einer eigenen Versammlung im Institutszentrum in der Florianigasse serviert. Am Nachmittag gesellten sich dann alle Teilnehmer nach einem Stadtrundgang in die Böcklinstraße, um die geistige Nachspeise, eine Fireside zu genießen. Thema des powerpointunterstützten Vortrags mit Diskussion war der Grundsatz, dass der Weg zum Glücklichsein die Anwendung von Evangeliumsprinzipien voraussetzt. Danach gab es auch noch einen köstlichen physisch verdaubaren Nachtisch, der von den Franzosen als „Crêpes” bezeichnet wird. In der Gemeinde wurden auch währenddessen Brettspiele gespielt, um der Delikatesse in unterhaltsamem Ambiente eine gute Verdauung zu gewähren.

Die Tagung endete so, wie sie begonnen hatte, nämlich mit einem Tanzabend. Mit dem Unterschied, dass dieser zum Brunch stattfand, was natürlich für den Langschläfer eine weitere Herausforderung darstellte. Doch war die Attraktivität und Ausstrahlung der weiblichen Tagungsteilnehmer so unwiderstehlich, dass sogar ein Bär während seines Winterschlafes aufgestanden und zum Brunch-Tanz gekommen wäre.

Ein besonderer Dank gilt dem Tagungsteam. Allen, die nicht gekommen sind oder kurzfristig abgesagt haben, kann man nur sagen: Sie haben ein aufbauendes und unterhaltsames Wochenende verpasst. Die Tagung war wahrlich sowohl geistig als auch physisch ein Festmahl.