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Der Glaube der Heiligen in Europa

Teixeira-Jose-A
Elder José A. Teixeira Präsident des Gebiets Europa, Portugal

Der Glaube an den Herrn Jesus Christus kommt in unseren Entscheidungen zum Ausdruck, vor allem dann, wenn wir uns Widerständen gegenübersehen. Die treuen Heiligen in Europa halten an der eisernen Stange fest. Sie ernten die vom Herrn verheißenen Früchte und werden in geistiger und weltlicher Hinsicht immer eigenständiger.

Moldawien

Serghei und Mariana Covali fanden mit 19 Jahren zum wiederhergestellten Evangelium. Nachdem er Jura studiert und einen Mastertitel erlangt hatte und sie von Mission zurückgekehrt war, entschieden sie sich dafür, sich in ihrer Heimat Moldawien niederzulassen, obwohl die meisten jungen Mitglieder schon ausgewandert sind. Das Einkommen verdient allein er. „Bei uns daheim soll das Evangelium im Mittelpunkt stehen. Es soll ein sicherer Ort sein, wo eine Mutter zeigen kann, wie man danach lebt.“

„Es war schwierig mit nur einem Ernährer, aber nachdem Gott unseren Glauben geprüft hat, segnete er uns mit allem, was wir benötigten.“

„Meine Kollegen wissen, dass ich sonntags nicht arbeite. Mit 28 war ich bereits Leiter der moldawischen Niederlassung einer ausländischen Anwaltskanzlei. Das hatte ich nicht erwartet, denn ich war ja nach dem Jurastudium erst noch auf Mission. Ich dachte, dass ich zwei Jahre später alles vergessen hätte und mich dann niemand mehr einstellen würde. Aber mit 28 wurde mir klar, dass der Herr uns für alles zehnfach entlohnt hatte. Ich war der jüngste Anwalt im Land, der eine ausländische Kanzlei leitete. Jetzt, mit 30, empfinde ich es als einen Segen, dass ich diese Stellung habe.“

Tschechien

Václav und Marina Šindýlek schlossen sich kurz nach ihrer Hochzeit und vor dem Ende der sozialistischen Regierung der Kirche an. Es war für sie sowohl eine Prüfung als auch ein Segen, fünf Kinder in einem Land aufzuziehen, in dem schon zwei genug sind. „Das Evangelium ist das Beste, was wir unseren Kindern mitgeben konnten“, erklärt Václav. „In unserer Gesellschaft kommt man finanziell eigentlich nur über die Runden, wenn beide Eltern arbeiten. Uns aber sind ewige Beziehungen wichtig. Die Zeit mit der Familie hat für uns Vorrang. Ich habe mich daher für einen schlechter bezahlten Arbeitsplatz in der Nähe unserer Wohnung entschieden. Meine Frau bleibt zu Hause und sorgt für einen festen Familienzusammenhalt. Wir zahlen den vollen Zehnten und hatten immer genug. Bei den Aktivitäten in der Kirche machen unsere Kinder gerne mit. Der Schlüssel zu wahrem Wohlstand liegt im regelmäßigen Tempelbesuch. Der Geist berührt uns und wir gehen freundlicher und liebevoller miteinander um.“ Von den Kindern der Šindýleks waren mittlerweile drei auf Mission.

Island

Die 18-jährige Karolina Gudnason aus Island bereitet sich auf eine Mission vor. Die freundlichen Einladungen zum traditionellen Umtrunk beim Schulabschluss lehnte sie ab. Ohne Alkohol könne man keinen Spaß haben, war die einhellige Meinung. „Einige Leute hatten kein Verständnis für meine Gründe, aber andere haben zugehört und ich konnte ihnen Zeugnis geben.“ Karolina hat auch ein Zeugnis von Präsident Monsons Worten, dass „Mut, nicht Konformität“ Gelegenheiten zur Missionsarbeit eröffnet.

Italien

Als bei Bruder Angelo Melone Lymphdrüsenkrebs festgestellt wurde, hatte er solch festen Glauben, dass er auch während der Behandlung jeden Sonntag in die Kirche ging. Sein Glaube hat ihn geheilt. Angelos mutiges Beispiel führte dazu, dass sich ein junger Freund der Kirche taufen ließ.

Später hatte Bruder Melone die Eingebung, er müsse seine Familie auf ein bevorstehendes Erdbeben vorbereiten. Am 6. April 2009 wurde sein Haus in L’Aquila, nur wenige Kilometer vom Epizentrum entfernt, zerstört. Die Familie konnte mit einigen Unterlagen und dem Lebensnotwendigsten entkommen. Am Abend zuvor hatte jemand anders ein Auto auf seinem Parkplatz abgestellt, sodass er weiter entfernt parken musste. Das fremde Auto war ein Totalschaden, seinem eigenen Wagen aber war nichts passiert. Er und drei weitere Mitglieder seiner Familie warteten darin auf Rettungskräfte von der Kirche und blieben geschützt.

Als seine siebenjährige Tochter ein Bild vom beschädigten Haus zeichnete und darunterschrieb „Das Haus der Melones, vom Erdbeben zerstört“, sagte er zu ihr: „Das Haus der Melones ist auf dem Evangelium erbaut und wird niemals zerstört.“ Das machte ihr Hoffnung und sie lächelte wieder.


Es gibt noch viele weitere Zeugnisse der treuen Heiligen im Gebiet Europa. Ich bezeuge: Wenn wir dem Glauben treu bleiben, können wir auch inmitten der größten Schwierigkeiten Freude empfinden.