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Die Arbeit im Garten des „Haus des Herrn“

Die Arbeit im Garten des „Haus des Herrn“

Für 15 Monate meiner Mission hatte ich die Gelegenheit auf dem Tempelplatz in Salt Lake City zu dienen. Mein Missionsgebiet war gleichzeitig auch die grösste Sehenswürdigkeit im Westen der Vereinigten Staaten und somit vor allem im Sommer eine sehr beliebte Destination für Besucher aus aller Welt. Aus diesem Grund arbeiten dann 220 Missionarinnen aus über 50 verschiedenen Ländern auf dem Tempelplatz gegenüber den 160 während der restlichen Zeit des Jahres. Wir haben kaum Zeit zum Mittag- oder Nachtessen,weil wir so beschäftigt sind, unseren Gästen einen eindrücklichen Besuch zu ermöglichen. Als deutschsprachige Sister genoss ich die Gelegenheit Touren auf dem Tempelplatz in Deutsch und Englisch zu geben und von der Wiederherstellung der Kirche Jesu Christi Zeugnis zu geben.

Im Sommer erreichten uns viele grosse Busladungen mit Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und für die meisten war der Besuch auf dem Tempelplatz der erste Kontakt mit der Kirche. Viele waren zu Beginn sehr skeptisch und hatten bereits Vorurteile gegenüber der „Mormonen- Sekte in Utah“ und nur indem ich sie zum Lachen brachte, öffneten sie sich gegenüber mir und der Kirche. Es war unglaublich zu sehen wie der Geist arbeitete und sich die Herzen in der kurzen  halben Stunde erweichten und einige sich sogar für das Buch Mormon interessierten und bereit waren es zu lesen um herauszufinden, ob dies die wahre Kirche ist. Ich weiss, dass die Besucher auf dem Tempelplatz den Geist verspürt haben und es war ein Vorrecht jeden Tag auf heiligem Boden zu belehren und Zeugnis vom lebendigen Christus zu geben. Ich weiss er lebt und hat seine Kirche durch Joseph Smith wiederhergestellt, wofür ich sehr dankbar bin.

In der Hälfte meiner Mission erhielt ich eine zweite Berufung, die mich für 3 Monate in die San Diego California Mission führte. Da kam ich in den Genuss in einer JAE Gemeinde tätig zu sein und mit den jungen Mitgliedern zusammenzuarbeiten. Wunderbare Freundschaften wurden mit den Jungen Erwachsenen und mit Untersuchern geschlossen, welche die Missionsarbeit sehr erleichterten. Der Leitfaden„Preach My Gospel“ lehrt, dass Missionsarbeit durch die Mitlieder viel erfolgreicher ist als durch das „von Tür zu Tür gehen“. Dieses Prinzip hat sich eindeutig bestätigt während meiner Zeit dort und wir lernten jeden Familienheimabend oder im Institut neue Gesichter kennen, da die begeistertenMitglieder ihre Freunde mitbrachten.

Es war unglaublich schön zu sehen, wie sich das Leben derer veränderte, welche das Evangelium Jesu Christi in ihrem Leben anwendeten. Ich fühlte mich so gesegnet, ein Werkzeug in den Händen Gottes zu sein. Ich habe gelernt meine Mitmenschen mehr durch die Augen unseres Himmlischen Vaters zu sehen und mein Zeugnis von der Liebe Gottes für jedes einzelne seiner Kinder ist stark gewachsen. Ich bin dankbar für die vielen Erfahrungen, die ich auf meiner Mission machen durfte und würde sie für nichts eintauschen.