Ein geistiges Festmahl für den Pfahl St. Gallen

    Pfahlkonferenz St. Gallen

    Wie bei einem Festmahl üblich, besteht dies aus mehreren Gängen; so auch bei der Pfahlkoferenz. Der Gruss aus der geistigen Küche war für die Führungsbeamten des Pfahles mit einem besonderen Highlight angerichtet worden. Die Pfahl-FHV-Leiterin Dominique Ruetz und Thomas Ottiker, 1. Ratgeber der Pfahlpräsidentschaft, präsentierten ein eigens gestaltetes Schulungsmaterial mit besonderem Augenmerk auf die Aufgaben des Ältestenkollegiums und der Frauenhilfsvereinigung. Die mehrseitige Broschüre für die deutschsprachigen Pfähle der Schweiz bietet eine grossartige Hilfe, um die vielschichtigen Aufgaben der Führungsbeamten noch besser zu verstehen. Elder Johnson belehrte die Anwesenden danach eindrücklich darüber, dass die Macht Gottes und des Heiligen Geistes noch immer vorhanden ist, auch wenn die Welt uns etwas anderes erzählen möchte. Zudem sprach er darüber, dass seine Grosseltern Schweizer waren. Seine Grossmutter wurde in St. Gallen getauft und der Grossvater in Winterthur.

    Präsident Johnson

    Die Vorspeise wurde bei der Samstagabendversammlung angerichtet. Pfahlpräsident Bolt sprach darüber, dass wir uns versammeln, damit der Geist des Herrn uns berühren kann. Dadurch erfahren wir, was wir in unserem Leben tun sollen. Die Ansprache war mit Humor gewürzt und mit viel Liebe für die Zuhörer angereichert. Zu erwähnen ist, dass Präsident Bolt und Elder Hänni zusammen in Berlin auf Mission waren und dort von ihrem Missionspräsidenten scherzhaft als „Schweizergarde“ bezeichnet wurden.

    Der Hauptgang kam am Sonntagmorgen in Weinfelden. Elder Hänni sprach darüber, dass es immer Hoffnung im Leben gibt und wir immer Menschen um uns herum haben, die helfen können. Allerdings sollen auch wir eine dienende Hand sein und andere aufrichten. So wie es in den Schriften steht: Jeder schlage seine Sichel ein, wie er Kraft dazu hat. Als weiteren wichtigen Gedanken erwähnte Elder Hänni, dass es wichtig ist unser Zuhause zu einem Tempel zu machen.

    Pfahlkonferenz St. Gallen

    Zum Dessert gab es für die Jungen Erwachsenen des Pfahles ein Treffen mit Präsident Johnson und Elder Hänni. Die beiden gingen darauf ein, dass der Herr die Talente jedes jungen Erwachsenen braucht. «Bringt Euch ein, haltet eure geschlossenen Bündnisse und ihr werden gesegnet werden und beschützt sein“, so Elder Johnson.

    Nach der Konferenz wollte Oliver Bassler von Elder Johnson und Elder Hänni mehr darüber erfahren, wie sie die Pfahlkonferenz empfanden und was sie den Mitgliedern für die kommende Zeit noch auf den Weg geben möchten.

    Pfahlkonferenz JAE

    Elder Johnson, wie haben Sie das Konferenzwochenende des Pfahles St. Gallen erlebt?

    Das war ein wunderbares Wochenende. Ich liebe die Pfahlpräsidentschaft. Sie haben eine grosse Vision für den Pfahl, und sie haben eine große Liebe zu den Mitgliedern des Pfahles. Ich liebte die Musik, die Mitglieder singen hier von ganzem Herzen. Es war einfach wunderbar, und ich fand die Botschaften der Mitglieder des Pfahls und der Pfahlpräsidentschaft überwältigend. Es war auch ein Genuss, mit Elder Hänni zusammen zu sein. Er ist der Sohn, der nach Hause kommt. Es war einfach wunderbar mit ihm zusammen zu sein. Nun, persönlich gesehen, war dies eine der wichtigsten Pfahlkonferenzen, an denen ich je teilgenommen habe, weil meine Grossmutter und mein Grossvater im Pfahlgebiet getauft wurden. Wir hatten die Gelegenheit ein paar der Orte zu besuchen, an denen sie sich kennengelernt haben.

    Was möchten Sie den Mitgliedern und Freunden für die kommende Zeit ans Herz legen, und welches ist die wichtigste Botschaft dieses Wochenendes?

    Den Führern der Pfahlpräsidentschaft sehr genau zuzuhören und der Richtung zu folgen, in die sie uns zu führen versuchen. Ich denke, darin steckt grosse Sicherheit und grosse Macht. Das ist sehr wichtig. Einige der Botschaften, die wir an diesem Wochenende hörten, waren eindrucksvoll, besonders jene über die Bedeutung des Erlösers Jesus Christus und der Versuch, Freude am Evangelium und unseren Weg zu finden dem Erlöser in unserem Leben zu folgen.

    Wo sehen Sie Stärken und Potential in unserem Pfahl?

    Wir hatten nach der Pfahlkonferenz ein kurzes Treffen mit den JAEs. Ich denke, dass 57 Teilnehmende zu diesem Treffen kamen. Ich schaute auf diese jungen Leute, die eine Quelle der Kraft sind. Ich hatte das Gefühl, dass wir diese Kraft noch mehr freisetzen müssen. Es gab in der Führerschaftsversammlung ein gutes Training über das Dienen. Die Ältestenkollegiums- und die FHV-Präsidentschaften müssen zusammenarbeiten. Ich denke, das ist eine weitere Quelle des Potenzials. Ich denke, wenn wir uns gegenseitig besser dienen, und wenn wir als Ältestenkollegiums- und FHV-Präsidentschaft zusammenarbeiten, werden wir grosse Fortschritte erzielen.


    Der sichere Hafen ist das Zuhause. Ob wir jetzt alleine Zuhause sind, ob wir verheiratet oder geschieden sind oder was auch immer der Umstand ist, jeder lebt irgendwo und hat ein Zuhause.

    Elder Johnson

    Was nehmen Sie persönlich von dieser Pfahlkonferenz mit,  und was hat sie beeindruckt?

    Ich werde für immer die Gefühle mitnehmen, die ich über meine eigene Abstammung aus dieser Gegend habe, und ich werde stets über meine eigenen Grosseltern nachdenken. Ich will zurückgehen und ihre Geschichten noch einmal lesen. Interessant war, als ich an diejenigen dachte, die vor über hundert Jahren hier waren, dachte ich an die jetzigen Mitglieder. Es ist nur eine weitere Generation. Sie strecken heute die Hand aus und empfangen Menschen, genau wie die Mitglieder 1906, als meine Grosseltern getauft wurden. Diese streckten die Hand aus und akzeptierten sie.

    Elder Hänni, was möchten Sie den Jungen Erwachsenen mit auf den Weg geben?

    Der Weg ist für viele Junge nicht klar. Viele Fragen sind offen und unklar, z.B. bezüglich Mission, Studium, Beruf und Partner / Partnerin. Die Lösung kommt jedoch von alleine, wenn ich Gott an die erste Stelle setze und sein Licht in mich hineinlasse. Der Vater im Himmel kennt alle Antworten und kann diese auch individuell geben. Es gibt eine grosse Ablenkung, die uns vom Funken Gottes wegzieht. Es ist wichtig für uns, dass wir am Morgen, wenn wir aufstehen, uns an Gott wenden und ihm den Tag weihen.

    Zudem ist mir wichtig, dass sie miteinander zusammen sind und dass sie ins Institut gehen, dass sie, wenn möglich, an den Tagungen teilnehmen und tiefe Freundschaften untereinander haben. Diese Freundschaften können bis in die Ewigkeit dauern.

    Und was bleibt Ihnen persönlich von diesem Konferenzwochenende?

    Ich habe durch die glaubenstreuen Mitglieder hier ein gestärktes Zeugnis. Ich nehme Freundschaft mit, Liebe und Beziehungen, die sich jetzt und in der Zukunft aufbauen.

    Abschliessend: Wir leben in einer hektischen, schnelllebigen Zeit, in der Werte nur wenig Bestand haben. Was glauben Sie, wie können sich die Mitglieder des Pfahles trotz dieser Umstände geistig sicher fühlen?

    Der sichere Hafen ist das Zuhause. Ob wir jetzt alleine Zuhause sind, ob wir verheiratet oder geschieden sind oder was auch immer der Umstand ist, jeder lebt irgendwo und hat ein Zuhause. Das ist der sichere Hafen, den wir brauchen, ein Ort wo wir uns zurückziehen können. Mit dem neuen Programm «Kommt folgt mir nach» schaffen wir Gelegenheiten, in unserem Zuhause den Geist zu spüren und in unser Herz eindringen zu lassen. Dass wir versuchen danach zu leben und dadurch auf ein Niveau kommen, würdig für den Tempel eingeladen zu sein, ist mir wichtig.