Hauptnavigation überspringen

Zeugnis der 93-jährigen Schwester Hedwig Staub aus Hettlingen bei Winterthur

Schwester Staub ist ein Beispiel an Treue im Evangelium

Hettlingen(DW): Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Kirche untersuchen, doch die Versammlungen finden in einem kalten, feuchten Pferdestall statt. Sie haben ihre Kinder mitgebracht und da sie die einzigen PV-Kinder sind, werden Sie auch gleich aufgefordert, ihre PV-Lehrerin zu sein. Es klingt nach einem denkbar ungünstigen Start als Mitglied der Kirche Jesu Christi, doch für Schwester Hedy Staub war dies kein Hindernis. 

Über 57 Jahre nach diesem Besuch im Pferdestall im Kanton Glarus ist sie mit 93 Jahren das Urgestein der Gemeinde Winterthur und ein Beispiel an Glaube und Gehorsam. Zugegeben, zuerst war sie nicht ganz von der Kirche überzeugt, anfangs war ihr Mann die treibende Kraft hinter ihrer Bekehrung. Sie vertraute darauf, dass seine Entscheidung, sich der Kirche anzuschliessen, weise sei. 

Ihr eigenes Zeugnis darüber, dass die Kirchenführer von Gott inspiriert sind, erlangte sie, als ein Nachbar sie eindringlich vor der Kirche warnte. Dass just in diesem Moment die Missionare an ihrer Türe läuteten und ihr zu Hilfe kamen, indem sie das Gespräch übernahmen, beeindruckte Hedy zutiefst: 


„Wenn Missionare spüren konnten, dass ich in Not war, dann muss die Kirche richtig sein,“


sagte sich Schwester Staub. 

Auch an das Buch Mormon musste sie sich zuerst gewöhnen, doch nun ist es ein fester Bestandteil ihres Lebens und eine stetige Quelle von Kraft und Frohsinn: „Ich lese jeden Morgen darin, es tut mir so richtig gut. Es stärkt mich unerhört und so bin ich immer guter Laune.“ 

Ihre Familie könnte sie sich mittlerweile ohne das Evangelium nicht mehr vorstellen. Nicht nur habe ihr die Kirche geholfen ein gutes Verhältnis mit ihren zahlreichen Geschwistern zu haben, das gemeinsame Beten, in den Schriften studieren und in die Kirche gehen haben auch innerhalb ihrer kleinen Familie die Bande ungemein gestärkt. 

Wie glücklich sie immer noch in der Kirche ist, bezeugt sie jeden Fastsonntag, wenn sie meist ein einfaches Zeugnis teilt. Sie gibt immer ihrer Dankbarkeit für jeden geschenkten Tag Ausdruck. Mit der für sie typischen Zufriedenheit und Geduld ist sie eine grosse Inspiration für die Gemeinde Winterthur.