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Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn

Elder Dyches
Elder Timothy J. Dyches Gebietspräsidentschaft Europa, USA

Der Prophet Jesaja hat gesagt: „Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn. … Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen.“1

Der heilige Tempel des Herrn ist der „Berg des Herrn“, wo wir unseren Glauben an den Vater im Himmel und an seinen einziggezeugten Sohn, Jesus Christus, stärken können. In den heiligen Mauern eines jeden Tempels lernen wir „seine Wege“ kennen, wir erfahren, woher wir gekommen sind, wozu wir hier auf Erden „auf seinen Pfaden … gehen“ und wohin wir gelangen können. Das Haus des Herrn ist eine hervorragende Umgebung, um unsere Entscheidungsfreiheit so zu gebrauchen, dass wir lernen und Fortschritt machen.

Als Ihre Gebietspräsidentschaft freuen wir uns mit Ihnen an den vielen Segnungen, die Ihnen der Tempel bringt. „Wir wollen Menschen sehen, die Freude am Leben haben, sich auf den Tempel vorbereiten, die heiligen Handlungen empfangen und die Bündnisse schließen, die zur Erhöhung ihrer Familie notwendig sind[, und die] geistig und zeitlich eigenständig werden.“2

Unsere Welt verändert sich ständig, doch der Tempel steht fest und unerschütterlich.

Durch den Dienst im Tempel werden wir daran erinnert, dass Familien tatsächlich miteinander verbunden werden und dass Eltern für ihre Kinder Verantwortung tragen. „Durch den göttlichen Plan des Glücklichseins können die Familienbeziehungen über das Grab hinaus Bestand haben. Heilige Handlungen und Bündnisse, die in einem heiligen Tempel zugänglich sind, ermöglichen es dem Einzelnen, in die Gegenwart Gottes zurückzukehren, und der Familie, auf ewig vereint zu sein.“3

Unser Ziel für 2015 ist, dass Sie selbst diesen Geist der Familienzusammenführung spüren. Das beginnt damit, dass Sie das Heft Meine Familie mit Geschichten und genealogischen Angaben über Ihre Vorfahren ausfüllen und ihre Namen in den Tempel mitnehmen.

Wenn wir in den Tempel gehen, dienen wir wie Christus: Wir erweisen denjenigen einen Liebesdienst, die nicht für sich selbst handeln können. Präsident Joseph F. Smith hat gesagt: „Durch unsere Bemühungen um sie werden die Ketten ihrer Knechtschaft abfallen und wird die Finsternis rund um sie sich erhellen, sodass Licht auf sie fallen kann und sie in der Geisterwelt von der Arbeit hören, die hier von ihren Kindern verrichtet wird, und dass sie sich mit uns an dieser Pflichterfüllung freuen.“4

Einige der schönsten Erinnerungen in meiner Familie stammen aus Zeiten, als wir gemeinsam im Tempel heilige Handlungen für unsere verstorbenen Vorfahren vollzogen haben. „Wenn wir selbstlos dienen und uns weihen, wird unser Geist geläutert, uns fallen geistig die Schuppen von den Augen, und die Fenster des Himmels öffnen sich uns. Wenn wir zur Antwort auf das Gebet eines anderen werden, finden wir oftmals die Antwort auf unser eigenes.“5

Ein Mitglied der Kirche hat vor kurzem geschrieben: „Jedes Mal, wenn ich in den Tempel gehe, spüre ich tief in mir das Brennen des Geistes. Allein die Anwesenheit auf dem Tempelgelände ist schon ein unglaubliches geistiges Erlebnis. Wenn ich aber im Tempel bin und dem Herrn diene und meinen Vorfahren helfe, indem ich ihnen die Möglichkeit gebe, das Evangelium anzunehmen, habe ich ein Gefühl, das ich nicht in Worte fassen kann … ein Gefühl, das mich überwältigt, sobald ich den Tempel betrete.“6

Erhabene Segnungen über dieses Leben hinaus erwarten alle jene, die die heiligen Verordnungen und Bündnisse des Tempels auf sich nehmen. Wir werden zu besseren Menschen und zu besseren Nachfolgern Christi. Durch immer wiederkehrenden Dienst im Tempel wird unsere Liebe zu Gott tiefer, unser Glaube an den Herrn Jesus Christus stärker und unsere Fähigkeit, den Heiligen Geist zu spüren, nimmt zu.

Wir müssen uns heute fragen: Sind wir vollständig bekehrt? Ist uns die Freude am Evangelium Jesu Christi anzusehen, wie es bei wahren Nachfolgern Christi sein sollte?

„Wenn Sie noch nicht im Tempel waren oder wenn Sie bereits im Tempel waren, aber momentan keinen Tempelschein erhalten können, gibt es kein wichtigeres Ziel für Sie, als sich tempelwürdig zu machen. … Lassen Sie sich einen Tempelschein ausstellen und behandeln Sie ihn wie einen kostbaren Schatz, denn genau das ist er.“7

Ihr Leben wird sich für immer verändern. Sie werden tieferen Frieden, mehr Freude und stärkeren Glauben finden. Gehen wir in diesem Jahr doch mit stärkerem Glauben voran, unsere Augen fest auf den Tempel gerichtet. Seien Sie jeden Tag tempelwürdig!

Anmerkungen