Wenn in Rom…

    Präsident Nelson

    Mein Mann und ich sind glücklich, für die Einweihung des Tempels in Rom vom 10. März Tickets erhalten zu haben. Da mein Mann unglücklicherweise die Achillessehne gerissen hat, bleibt er mit unserer jüngsten Tochter zu Hause. Meine zwei übrigen Kinder und ich benutzen die Gelegenheit Rom und ganz besonders den Vatikan zu erkunden.

    Am 9. März 2019 stehen wir vor dem Vatikan und bestaunen dessen Pracht, nicht ahnend, dass genau jetzt hinter diesen mächtigen Säulen Geschichte geschrieben wird und wir Zeuge davon werden sollten. Während wir Ansichtskarten bei der Vatikanpost in den Schlitz werfen, scherzen wir darüber, dass die Einweihung des Tempels morgen eine gute Möglichkeit für Präsident Nelson böte, beim Papst eine Audienz zu erhalten. Wir schlendern danach zurück zur Engelsburg und sehen ein Missionarsehepaar unserer Kirche, das wir kurzerhand ansprechen. Sie fragen uns, ob wir auch zur Kirche Jesu Christi gehören. Wenn ja, sollen wir doch ein paar Minuten hier bleiben. Durch ihr Augenzwinkern erahnen wir, was geschehen wird. Es bleiben uns nur noch ein paar wenige Minuten um unsere Gedanken und Gefühle zu ordnen, bevor wir uns mit Präsident Nelson und Elder Ballard konfrontiert sehen. Wir lauschen, wie sie die Fragen der Journalisten unserer Kirchenpresse über das historische Treffen mit dem Papst  geduldig beantworten. Wir beobachten, mit welcher Achtung und Demut die Brüder die gestellten Fragen beantworten. Auf die Frage, wie das Treffen mit dem Papst verlaufen sei, meint Präsident Nelson, dass wir uns trotz signifikanten Unterschieden auf die Gemeinsamkeiten fokussieren sollten: die humanitäre Hilfe und die Stärkung der Familie. Kurz darauf kommt Präsident Nelson zu meinen Kindern Ammon und Emma. Er gibt ihnen die Hand, fragt sie nach ihren Namen und sagt ihnen, wie sehr er sie liebe.

    Ammon beschrieb sein Erlebnis folgendermaßen: 'Zuerst war ich ganz aufgeregt, doch sobald mir der Prophet die Hand gab, war ich einfach nur noch glücklich und ruhig.”

    Emma hat es so erlebt: ”Mir wurde tief drinnen ganz warm, und ich wusste, dass er mich wirklich ganz fest gern hat.”

    Es ist ein Tag, der uns für immer in Erinnerung bleiben wird.