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Bekehrungsgeschichte, Edi Fuhrer Gemeinde Schwamendingen, Pfahl Zürich

Bekehrungsgeschichte, Edi Fuhrer Gemeinde Schwamendingen, Pfahl Zürich

Ich wurde am 21. Januar 1944 in Thun, im Berner Oberland geboren, ging dort zu Schule und wurde Kunststoff-Apparatebauer.

Nach meinem Lehrabschluss im Jahre 1962 zog ich in die grosse Stadt Zürich, um in der Firma „Max Bolliger Laboreinrichtungen“ zu arbeiten.

lm April 1964 kam ein neuer Angestellter in unsere Firma, ein Schreiner namens Bruno

Diethelm. Bald merkte ich, dass er nicht rauchte. Auch Alkohol lehnte er ab und seine Sprache, die ohne Fluchworte auskam, gefiel mir. Er gestand ein,

dass er religiös sei und der Mormonen-Kirche, wie man diese Gemeinschaft damals nannte, angehöre. So kam es, dass er mich im November 1964 zu einem Fussball-Training in einer Halle beim Schauspielhaus Zürich einlud.

Auf dem Weg dorthin sagte er mir, dass zu Beginn des Trainings ein Gebet gesprochen würde, und ich meinte nur: „Das ist mir egal, lasst mich einfach in Ruhe“.

Dort lernte ich Peter und Röbi Koch, Martin Hanselmann, Roland Würgler, Eugen

Ringger und andere kennen. Ich war begeistert mit welcher Freude und guten Umgangsformen diese Gruppe miteinander Fussball spielte.

Doch bald geriet dieser Abend in Vergessenheit, bis mich  Bruno Diethelm wieder zu einer Sportveranstaltung der Kirche einlud.

Während des Spiels fiel mir eine Mutter mit ihren beiden Töchtern auf, die auf einer Bank beim Spielfeld sassen und dem Spiel interessiert folgten.

Eine der beiden Töchter gefiel mir sehr und ich fragte Bruno wer das wohl sei. Er sagte zu mir: „Edi mein Lieber, das ist Schwester Koch mit den Töchtern Marlise und Margrit.

Aber vergiss es, die wollen im Tempel heiraten und nicht so einen wie du“. Diese Antwort hat mich nicht mehr losgelassen. Im Tempel heiraten? Was ist ein Tempel? Ich hatte noch nie etwas davon gehört.

Bruno und seine Familie luden mich ein und wir sprachen über die Lehre der Kirche.

Bald darauf besuchten mich die Missionare. Als ich zum Geburtstag von Marlis Koch eingeladen wurde, hat es bei mir „Klick“ gemacht und ich begab mich nach dem sonntäglichen Fussballmatch sofort zur Weinbergstrasse in Zürich, wo die Abendmahlsversammlung der Kirche um 17.00 Uhr schon angefangen hatte. Ich hörte Musik. Vor einer grossen Tür blieb ich stehen. Als ich die Tür öffnete stand ich vor etwa 120 Menschen, die das Lied Nr. 6 'lsrael der Herr ruft alle' sangen und mir war plötzlich klar, dass ich von nun an am Sonntag kein Fussball mehr spielen würde.

Ich besuchte von da an alle Versammlungen der Kirche und liess mich am 4. Dezember 1965 in Ebnat Kappel taufen.

Am 23. November 1968 wurden Marlis Koch und ich vom damaligen Tempelpräsidenten Präsident Trauffer im Tempel in Zollikofen gesiegelt.

Ich bin dankbar, dass der Herr mir Engel in Form von grossartigen Menschen gesandt hat und dass die Familien Diethelm, Koch, Roffler, Locher und viele andere mir auf dem Weg geholfen haben.

Ich weiss, dass Gott lebt, dass Jesus Christus mein Erlöser ist und dass Joseph Smith der Prophet der Wiederherstellung ist und dass Präsident Thomas S. Monson unsere Kirche heute führt und leitet und unser Prophet ist.