Ciao, come stai?

Sorella Weidmann & Sorella Ohr

Viel mehr Italienisch als diese drei Wörter sprach Laura Weidmann noch nicht, als sie im Frühling 2015 den Umchlag mit ihrer Missionsberufung nach Italien öffnete, doch dies änderte sich in den nächsten eineinhalb Jahren. In den Orten Piacenza, Livorno, Mestre, in Venedig und Florenz durfte sie ihre Sprachkenntnisse perfektionieren und dafür nutzen, den Italienern das Evangelium Jesu Christi näher zu bringen. Laura genoss all die Gespräche, die sie dabei führen konnte. Sie erlebte, dass man ihr als Missionarin persönliche Sachen anvertraute, die sie als „normale“ Person nie hören würde. „Wir waren so nahe bei den Menschen, sahen ihre Ängste und stillen Tränen, sie haben sich uns anvertraut, weil sie wussten, dass wir da sind um ihnen zu helfen. Das war meine Mission.“

Trotz der wunderschönen geistigen Erlebnisse war es natürlich nicht immer einfach für Sorella Weidmann. Das Schwierigste war wohl die Ablehnung der Menschen. „Man hat so schöne Lektionen zusammen und ich weiss, dass sie den Geist verspürt haben. Das Evangelium würde ihnen so viel Freude bringen, Sinn in ihr Leben bringen, aber sie machten ihr Herz wieder zu“, schildert Laura die schwierigen Momente ihrer Mission. Dafür war das Gegenteil umso erfüllender, wenn sie erleben konnte, wie jemand mit ganz kleinen Schritten Christus näher kam.

Auch Laura selbst konnte Christus und dem Himmlischen Vater durch ihre Mission näher kommen: „Ich habe gemerkt, dass Gott nicht nur irgend ein Wesen im Himmel ist, sondern dass er unser Vater ist, der uns zuhört und nur das Beste für uns will. Das Gleiche gilt für Christus, er hat das Sühnopfer vollbracht, damit wir daraus Kraft schöpfen und unsere Schwächen zu Stärken machen können.“

Nach ihrer Rückkehr hat Laura erlebt, wie es schwieriger wurde ihre Beziehung zum Vater im Himmel aufrecht zu erhalten: „Die Oberflächlichkeit der Welt trifft mich recht hart, aber ich möchte meine Beziehung zu Gott so stark halten wie auf Mission. Es muss nicht sein, dass sie schwächer wird, auch nicht nur ein kleines bisschen und daran werde ich arbeiten.“