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Ein Gott der Wundertaten

Ein Gott der Wundertaten

Vor 50 Jahren wurde ich in Deutschland getauft. Durch familiäre Umstände verlor ich die Kirche aus meinen Augen, aber nicht aus dem Herzen!

2013 übersiedelte ich nach Bad Reichenhall. Eines Tages erkannte ich die Elders auf der Straße und bat sie um einen Besuch. Einer dieser Elders schrieb mir später aus den USA: “Dies war einer der schönsten Momente, die ich auf Mission erlebt habe. Ich bin auch sehr beeindruckt, dass Sie nach so vielen Jahren ein starkes Zeugnis behalten haben, und ich denke immer an Sie, wenn ich durch schwere Zeiten gehe.”

Geschwister aus Bad Reichenhall holten mich von da an jeden Sonntag ab, sodass ich nach Salzburg in die Kirche fahren konnte, wo ich auch an der Tempelvorbereitungsklasse teilnahm. – Wie gerne wollte ich in den Tempel gehen, aber meine Gesundheit wurde immer schlechter: Asthma in der vierten Stufe, Diabetes und Parkinson. Der Herr ließ mich wissen, dass ich nicht mehr lange Zeit hatte. –

Dann geschah das Wunder. Es ging mir besser und ich fühlte mich bereit, die weite Reise von sechs Stunden bis nach Zollikofen zu unternehmen. Die Geschwister Malzl fuhren mit mir am 6. September 2016 zum Schweizer Tempel. – Es war ein wunderschöner Morgen, wir gingen langsam den Weg zum Tempel hinauf und stimmten leise das Lied “O strahlender Morgen” an.

An der Tür des Tempels angekommen, ergriff mich ein überwältigendes Gefühl des “Heimkommens”. – Während der heiligen Handlungen und Belehrungen fühlte ich die ganze Zeit die große Liebe meines Heilands. –

Es war so wunderbar für mich, dass ich nun mit 84 Jahren, nach 50 Jahren Mitgliedschaft in der Kirche, zuletzt im Haus des Herrn sein durfte, ohne Atemnot, ohne das gewohnte Zittern, nur stille Freude und Dankbarkeit in meinem Herzen.