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Gestrickte Kleidung für ein Asylunterkunft

Gestrickte Kleidung für ein Asylunterkunft

Klagenfurt: Rund fünfzehn Schwestern der Gemeinde Klagenfurter fanden sich im Herbst 2016 zu einem Projekt der Nächstenliebe zusammen, das auf den ersten Blick kaum schaffbar schien. Für eine nahe gelegene Flüchtlingsunterkunft mit fünfzig Einwohnern sollten selbstgestrickte Kleidungsstücke in allen Größen hergestellt werden, ein Kleidungsstück für jeden Bewohner. Bischof Benjamin Kaiser unterstützte die Aktion der strickenden Frauen, indem er die Kosten für die benötigte Wolle übernahm. Doch während der ersten Wochen gingen die Handarbeiten nur sehr langsam voran. Zu ihrer großen Überraschung erhielten die Schwestern jedoch wenig später Verstärkung durch einige Freundinnen, die sich ebenfalls für die gute Sache begeisterten und durch ihren Eifer, ihre Hilfsbereitschaft und Fingerfertigkeit das Projekt zum Erfolg führten.

Klagenfurt:

In den letzten Wochen vor Weihnachten füllten sich die beiden Geschenkkartons im Gemeindehaus mit warmen selbstgemachten Socken, Schals, Mützen, Babypatschen und kleinen Jäckchen in allen Farben, wie sie Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder in der kalten Jahreszeit gut gebrauchen können. Am Sonntag vor Weihnachten freuten sich die Schwestern beim Verpacken der Strickstücke, die außerdem mit glasierten Lebkuchenherzen und kleinen Spruch-Anhängern versehen wurden.

Schließlich brachten die beiden Ratgeberinnen der Frauenhilfsvereinigung und zwei junge Missionarinnen die Geschenke in die Flüchtlingsunterkunft, wo ihnen von den Bewohnern ein freudiger Empfang bereitet wurde. Die Schwestern waren einigermaßen überrascht von den ärmlichen Verhältnissen, in denen die Flüchtlinge lebten. Dennoch wurden sie sehr freundlich zu Tee und Kuchen eingeladen und konnten zu den Frauen und Kindern nähere Kontakte knüpfen. Schwester Katja Daniliants berichtet: „Während wir uns mit den Frauen unterhielten, konnten wir sehen, dass immer mehr kleine nackte Füßchen warme Söckchen trugen, dass Babys sich in weiche Jäckchen hüllten und die samtenen Schals in allen Farben viele Bewunderer fanden.“ Die Schwestern sprachen mit den Bewohnern der Unterkunft auch über weitere Hilfe, die noch geleistet werden könnte. Die Missionarinnen erklärten sich bereit, den Jugendlichen und Frauen, die ihr Interesse bekundeten, zweimal wöchentlich Englischunterricht zu erteilen. Dieser regelmäßige Englischunterricht in der Flüchtlingsunterkunft hat sich nach kurzer Zeit ebenfalls als eine sehr gern angenommene Förderung erwiesen.